Nach dem Trainingslager in Katar bei dem der gesamte Kader des Rekordmeisters eine optimale Vorbereitung auf die Rückrunde genossen hatte, da dachte wohl jeder in Gladbach, das geht schon. Falsch gedacht, wie sich herausstellte. Nun will man aber nicht nur Manuel Neuer als Sündenbock hinstellen, nein. Das ganze Kollektiv kam gegen die von Anfang nur auf Konter eingestellten Gladbacher nicht klar. Als das die Borussen gute Konterspieler haben, das ist hinlänglich bekannt. Also woran lags, das der FC Bayern Zug nicht ins Rollen kam.
Sicherlich war der kapitale Fehler von Neuer dabei ein wichtiges Glied im Ganzen. Ein Robben war fast, außer seiner Flanke auf Gomez kaum zu sehen. Das ein Ribery schmerzlich vermisst wurde hilft auch nicht weiter. Ein Bastian Schweinsteiger der nach seiner langen Abwesenheit erst wieder in die Gänge kommen muss, was völlig normal ist, konnte auch noch keine Akzente setzen. Also woran lags wirklich. Nach einem Ausrutscher kann man doch nicht alles schlecht reden, was in der Vorrunde, die man immerhin als Erster abgeschlossen hat. Also nach vorne schauen. Das Schlechte ist das durch eine Verletzung Daniel van Buyten für einige Zeit ausfällt. Und das die Verfolger Dortmund und Schalke nach Punkten aufgeschlossen haben.
Für Bayernfans ist am Montag abend Blickpunkt Sport Pflicht. Als Gast war gestern Paul Breitner eingeladen. Bei dem Interview kann ich im nur voll zustimmen. Es wurde alles als schlecht hingestellt was der FC Bayern in den vergangen Monaten geleistet hat, völlig zuunrecht wie ich meine. Nur weil jetzt ein Spiel verloren wurde. Wers verpasst hat, das Gespräch findet auch hier
Der FC Bayern führt die Tabelle nicht mehr an
Vor der Länderspielpause, da war von 8 Punkten Vorsprung auf den jetztigen Tabellenführer Dortmund die Rede. Dabei wurde ein Heimsieg des FC Bayern gegen den BvB vorausgesetzt. Das dies nicht der Fall war hat sich gezeigt. Doch das der FC Bayern das zweite Spiel nacheinander, diemal auswärts in Mainz auch noch verliert, das dachte wohl kaum jemand. Auch dem besagten Vorsprung ist ein Rückstand geworden. Zwar nur ein Punkt, aber Rückstand ist Rückstand. Zumal auch noch die Borussia aus Gladbach ober kräftig mitspielt. Gegen beide Mannschaften gab es zu Hause ein Pleite, Gladbach zu Saisonstart und Dortmund letzte Woche. Was läuft da schief bei den Bayern. Ging alles zu einfach, ist der Ausfall von Schweinsteiger wirklich so schmerzhaft. Das kann aber keine wirkliche Rechtfertigung sein. Der Auftritt in Mainz war alles andere als souverän. Da kann man noch von Glück sagen, das man nicht weiter zurücklag. So spielbestimmend die Bayern in der Vergangenheit auch waren, die Mainzer gingen früh drauf und erstickten damit deren Angriffbemühungen im Keim. Das so gefürchtet Passspiel fand so gut wie gar nicht statt. Bezeichnend dafür war, das der Ausgleich durch eine Standardsituation zustande kam. Noch dazu ein Abwehrspiel, Daniel van Byten köpfte den von Kross getreten Freistoß unter mit Hilfe eines Mainzer Abwehrspielers in Gehäuse der Mainzer. Dann kamen aber zwei nicht rühmliche Auftritte von Manuel Neuer. Der Weitschuss war haltbar, aus 28 Meter muss ein Keeper seiner Klasse den parieren. Auch beim 3:1 muss der Bayerntormann eingreifen. Bei der Ecke muss Neuer herauskommen und den Ball abfangen, auch wenn ihn nicht die alleinige Schuld trifft, so muss er sich auch diesen Gegentreffer ankreiden lassen. Die so hoch gelobte Bayernabwehr ließ den Mainzer fast ungehindert am Fünfer zum Kopfball kommen, unglaublich. Es folgte dann zwar noch ein kurzes Aufbäumen, der Anschlusstreffer wieder durch van Byten und durch eine Standardsituation ist fast schon bezeichnend. Letztendlich geht der Sieg für Mainz in jedem Fall in Ordnung. Sie waren einfach besser.
Champions League top
In der Champions League läuft es dagegen rund. Vor dem letzten Gruppenspiel ist der FCB bereits als Gruppensieger nicht mehr einzuholen. Geistert da vielleicht schon jetzt das Finale der Champions League herum, welches in der heimischen Allianz Arena stattfindet. Das Wichtigste ist jedoch immer die Meisterschaft, denn die Qualifikation für nächstes Jahr geht über den nationalen Wettbewerb.
Zwei nicht gelungene Auftritte
Die vergangene Woche war nicht besonders sehr erfolgreich für den FC Bayern München. Nach Wochen wo man von Sieg zu Sieg und das auch noch ohne Gegentor geeilt, war sind vorbei. Das Dilemma begann beim SSC Neapel wo nach kurzer Anfangsphase und Führung noch der Ausgleich hingenommen werden mußte. Da war im Hinblick auf die Qualifikation fürs Achtelfinale noch kein Beinbruch, doch hätte ein Sieg schon fast die vorzeitige Teilnahme zur nächsten Runde bedeutet. Als Tabellenführer hat man den Gruppensieg nach wie vor selbst im Griff.
Auch in der Bundesliga hält der FCB den Platz an der Sonne. Sollte man noch sagen, ich glaube nicht. Doch die Niederlage in Hannover schmerzt doch sehr. Auch die zwei Gegentore sind für den Rekordmeister etwas außergewöhnliches in der Saison. Zudem wurde eine Stütze der vergangenen Spiele, Jerome Boateng, mit glatt Rot vom Platz gestellt. Zwei Spiele Sperre sind die Folge. Ein wenig hat einfach das Glück gefehlt. Gute Chancen sowohl in Neapel wie auch in Hannover konnten nicht verwertet werden. Doch es kommen wieder bessere Tage, auch wenn jeder Höhenflug mal ein Ende.
Am kommenden Wochendende kommt es zum Derby gegen die Kicker vom Club. Alles andere als ein klarer Sieg für die Bayern aus München wäre eine Überraschung. Dann folgt das Heimspiel gegen Neapel wo man die Weichen Richtung k.o. Runde stellen kann.
Nachdem das Auswärtsspiel beim spanischen Vertreter Villarreal nach Plan verlief konnte man im gestrigen Heimspiel gegen den englischen Vertreter schon wichtige Punkte für den Gruppensieg sammeln. Die Defensive ist zur Zeit das Prunkstück des FC Bayern, nur ein Gegentor, man kann es kaum glauben. Da kommt der Premier League Vertreter Man City als Prüfstein genau recht. Um es vorwegzunehmen auch die Cityspieler konnten die Abwehr der Bayern nicht nachhaltig gefährden. Auch wenn in der Anfangsphase der Partie die ein oder andere Situation gefährlich erschien, so hatten die Mannen um Trainer Jupp Heynckes alles im Griff. Was aber dann folgte war ein Super Auftritt des Rekordmeisters. Einsatz.- Laufbereitschaft und Spielintelligenz vom Feinsten. Die beiden Tore von Mario Gomez fielen zum besten Zeitpunkt, noch vor der Pause. Ein Schweinsteiger und Ribery zauberten und brachten die Gäste immer wieder in Verlegenheit. So resulierten auch die Tore, als Abstauber, versenkt von Mario Gomez.
Das Fehlen von Robben, der noch kurz vor Schluß eingewechselt wurde, fiel da kaum auf. Dafür ging Franck Ribery vom Platz, der mit Ovationen vom Publikum verabschiedet wurde. Doch das beeindruckende war mit welcher Abgeklärtheit das Gehäuse sauber gehalten wurde. Ein Manuel Neuer, verpflichtet um die unhaltbaren rauszufischen, konnte sich kaum auszeichnen, aber gut so. Die Abwehr steht, und auch ein Gomez und Ribery sind sich nicht zu schade mal Hinten auszuhelfen, um dann mit dem abgefangenen Ball gleich wieder einen Angriff zu starten.
Nach 2 Spielen in der CL steht der FC Bayern mit der Maximalzahl von 6 Punkten als alleiniger Gruppenerster da. Das Ziel, das Finale in der heimischen Allianz Arena ist zwar noch weit aber immer im Bewusstsein.
Nun lasse ich mir den Toast (FCB-Toast) besonders schmecken.
Der Auftritt in Gelsenkirchen stand unter ganz besonderen Vorzeichen. Manuel Neuer, seit Saisonbeginn neuer Keeper in Diensten des FC Bayern kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Das seine Heimkehr nicht von Jubelstürmen begleitet wurde, das war klar. Aber was da in der Arena auf Schalke abging das war teilweis schon unter der Gürtellinie. Dabei fiel die Rückkehr von Rafinha gar nicht auf. Aber zum Spiel. Neuer hatte genügend Muse den Blick durchs Stadion schweißen zu lassen. Teilweise beschäftigungslos war er an diesem Sonntagabend. Die Bayern waren jederzeit, mal abgesehen von wenigen Ausnahmen, Herrn der Lage. Wieder ohne Robben war besonders ein Franck Ribery wieder sehr gut aufgelegt und wirbelte die Schalker Defensive ganz schön durcheinander.
Den verdienten 1:0 Führungstreffer erzielte der für den verletzten Mario Gomez in die Startelf gekommene Nils Petersen. Wenn auch etwas glücklich, aber letztendlich war der Ball drin. Den Sieg zum 2:0 besiegelte dann nach schöner Kombination unter Mithilfe eines Schalker Abwehrspielers Thomas Müller. Nachdem er meist nur als Vorbereiter glänzte erzielte er seinen ersten Bundesligatreffer. Damit sicherte sich der FC Bayern die alleinige Tabellenführung in Liga eins, denn Werder Bremen kam beim Club nicht über ein Unentschieden hinaus.
Das der FCB außer dem Fehlstart gegen Gladbach kein Tor mehr kassiert hat, das ist wohl das Besondere in dieser Saison. Die Defensive steht, ganz anders als noch im der vergangenen Spielzeit.